Verein der StrassenKatzen  Freiburg und Umgebung e.V.
 

Happy Ends:

Happy End nach bösem Start

Ende April (geschätzt) wurden irgendwo 4 Kitten geboren, zwei schwarze und zwei Tiger. Diese wurden in ein Handtuch gewickelt auf einem Parkplatz in Freiburg-Landwasser gefunden. Da waren die Kitten gerade mal so 10 Tage alt und begannen die Augen zu öffnen. Was die vier gesehen haben, musste ein tiefer Schock gewesen sein. Nur Handtuch und keine Mama. Dennoch hatten die vier Glück im Unglück, auch wenn sie dafür getrennt werden mussten. Die zwei Tiger kamen auf eine Pflegestelle des Vereins, die beiden schwarzen wurden einer Tierarzthelferin übergeben, da die beiden sonst nicht überlebt hätten. Auf beiden Pflegestellen gab es eine Katze bzw. Kater, der die Kitten adoptierte, so dass bis aufs Fläschchen geben (ist anstrengend genug für Zweibeiner) die Kleinen als normale Katzen aufwachsen konnten. Die beiden schwarzen Geschwister, ein Katerchen und eine Katze, wurden inzwischen vermittelt. Sie dürfen ein ganzes Haus und einen großen, extra für die beiden eingezäunten Garten, nach Herzenslust durcheinanderbringen. Die beiden Tigerchen hatten nicht so viel Glück, sie warten leider noch auf ein Dauerplätzchen.



Beutlin

2020 wurde ein ca. zweijähriger Kater angefahren und kam mit schweren Verletzungen am Rücken in die Tierklinik. Der Schwanz musste amputiert werden und bei den Nachuntersuchungen musste festgestellt werden, dass Darm und Blase leider dauerhaft geschädigt wurden. Beutlin konnte weder den Kot- noch den Urinabsatz kontrollieren. Dem zum Trotz wickelte er alle in der Tierklinik mit seinem besonderen Wesen und seinem Lebenswillen um den Finger und so wurde beschlossen, dass er eine zweite Chance bekommen sollte. Es wurde versucht, ihn medikamentös einzustellen und die Überlegungen gingen los, wer einen Kater wie ihn aufnehmen würde. Beutlin durfte bei uns auf der Pflegestelle einziehen und das erste Jahr verbrachte er sehr glücklich bei uns. Er war viel draußen und wenn er drinnen war, wurde er nicht für seine Pfützen oder Häufchen geschimpft. Leider bewahrheitete sich eine Befürchtung der Tierärzte und die Medikamente verloren nach und nach ihre Wirkung. Mittlerweile muss er alle zwei Tage per Katheter die Blase geleert bekommen, was er mit einer unglaublichen Gelassenheit mitmacht. Er genießt trotzdem jeden Tag und lässt sich seinen Lebenswillen und seine Freundlichkeit nicht nehmen. Wir hoffen, dass er trotz seiner schlechten Prognosen noch einige Jahre auf der Erde sein darf. Kämpfe weiter, tapferer Beutlin!



Bertl

Die kleine Bertl hat es nicht so mit den Menschen. Sie ist ein scheues Tigermädchen, dem ein Teil eines Hinterbeines fehlt. So kann sie sich nicht gut auf der Straße selbst versorgen. Als also eine liebe Frau die kleine Fellnase im Spätherbst 2021 anfütterte und uns informierte, war es klar, dass sie bei uns auf dem Pflegeplatz einziehen durfte. Sie ist zwar immer noch kein großer Menschenfreund, aber immerhin duldet sie die Gegenwart der seltsamen Zweibeiner mittlerweile ohne hektisch davonzuhüpfen. Abends ist sie sogar schon regelmäßiger Besucher auf der Couch, um mit Fernsehen zu schauen. Nur wenn sich dann eine Hand in Richtung Bertl bewegt, da erntet die Pflegemama noch sehr vorwurfsvolle Blicke. Ansonsten ist Bertl gesund und munter und sie flitzt die Treppen genauso schnell rauf und runter, wie die vierbeinigen Kollegen. Vielleicht legt sie ja auch das Misstrauen gegenüber den Menschen noch ab. 



Momo- Leo

Eigentlich hatte ich es gut getroffen. Ich lebte auf einem Bauernhof, also Freiheit pur, aber mit Familienanschluss, d.h. der Opa auf dem Hof hat mich bespaßt, bespielt, gefüttert und ich durfte auch zu ihm ins Bett. Als ich gerade 1 Jahr alt geworden war, war der Opa plötzlich weg und ich sollte zu den anderen vielen Katzen auf dem Hof in den Stall. Das habe ich nicht verstanden und habe mich deshalb auf die Suche nach meinem Opa gemacht. Irgendwo musste er doch sein. Die Suche gestaltete sich sehr schwierig, auch zu Fressen gab es kaum. Völlig entkräftet brach ich dann im Tal (ca. 4 km vom Hof entfernt) in eine Schreinerei ein, da es da nach Katzenfutter roch. Die Dame des Hauses hat mich leider erwischt und gleich zur Tierärztin geschleppt. Diese hat mir dann die Ohren geknetet und dann irgendwo angerufen. Die Dame hat dann auch Kontakt zu denen bekommen und schwupps... Zwei Tage später befand ich mich in einem großen Haus mit eingezäuntem Garten und fünf anderen Samtpfoten, die alles andere als begeistert zu sein schienen. Da habe ich dann meinen ganzen Charme spielen lassen und alle um die Pfoten gewickelt, Zwei- wie Vierbeiner. Heute bin ich die Herrin in dem Haus, auch wenn ich meinen Opa leider nicht mehr gefunden habe, aber das Haus ist super, suchen kann ich später ja immer noch, wenn ich will. Die Zweibeiner erklärten mir, dass ich nicht mehr suchen solle, weil der Opa im Himmel sei, den Ort kenne ich leider nicht, scheint auch ganz weit weg zu sein, also bleibe ich jetzt da, wo ich bin. Habe außerdem noch eine Kumpeline vom Hof getroffen (heißt hier Sternchen). Mit der kann ich soo schön raufen.



Sternchen

Ich bin Sternchen, inzwischen drei Jahre alt und rund um zufrieden. Das war nicht immer so. Geboren wurde ich 09/2019 in der Nähe von drei Bauernhöfen, mit drei Geschwistern. Leider war meine Mama todkrank und konnte uns deshalb nicht richtig versorgen. Mama wurde dann von Leuten, die sich Tierschützer nennen (was immer das heißt) mit uns Babys eingefangen und zur einer ganz netten Tierärztin gefahren. Uns allen ging es total schlecht. Mama hustete, konnte vor Eiter in den Augen nichts mehr sehen und ihr Atem ging nur noch keuchend. Auch meine Geschwister waren kaum mehr am Leben, nur mir ging es den Umständen entsprechend am Besten. Leider starben meine Mama und meine Geschwister in der ersten Nacht bei der Tierärztin, sie waren leider zu krank. Ich kam dann auf eine Pflegestelle, nachdem die Tierärztin mein rechtes Auge weggemacht hatte, weil das so arg weh tat. Dreieinhalb Monate wurde ich dort gefüttert, mit Medizin vollgestopft, ständig rumgeschleppt. Als es mir besser ging, bekam ich Spielzeug ohne Ende zum Spielen, durfte die Zweibeiner dressieren, was viel Spass macht. Meiner zweibeinigen Mama weiche ich bis heute nicht von der Seite, bespiele und bespaße Sie nach Kräften, ob sie will oder nicht. Ich glaube aus dem Elendshäufchen aus September 2019 ist ein Superkätzchen geworden. Ich bin auch gechipt und kastriert worden, damit keine Babies kommen. Wenn alle Zweibeiner dies mit ihren Samtpfoten machen würden, gäbe es solche Schicksale, wie das von meiner Katzenmama und meinen Geschwistern nicht. Auch bei uns Katzen tut es weh, die gesamte Familie zu verlieren, auch wenn ich super Ersatz gefunden habe, und inzwischen 5 Katzenkumpels bekommen habe, naja, eher haben die mich bekommen, weil die haben schon da gelebt wo ich jetzt auch bin.



Nach oben 

Unsere Katzen          Katzen suchen ein Zuhause          Regenbogen