Momo-Leo
Eigentlich hatte ich es gut getroffen. Ich lebte auf einem Bauernhof, also Freiheit pur, aber mit Familienanschluss, d.h. der Opa auf dem Hof hat mich bespaßt, bespielt, gefüttert und ich durfte auch zu ihm ins Bett. Als ich gerade 1 Jahr alt geworden war, war der Opa plötzlich weg und ich sollte zu den anderen vielen Katzen auf dem Hof in den Stall. Das habe ich nicht verstanden und habe mich deshalb auf die Suche nach meinem Opa gemacht. Irgendwo musste er doch sein. Die Suche gestaltete sich sehr schwierig, auch zu Fressen gab es kaum. Völlig entkräftet brach ich dann im Tal (ca. 4 km vom Hof entfernt) in eine Schreinerei ein, da es da nach Katzenfutter roch. Die Dame des Hauses hat mich leider erwischt und gleich zur Tierärztin geschleppt. Diese hat mir dann die Ohren geknetet und dann irgendwo angerufen. Die Dame hat dann auch Kontakt zu denen bekommen und schwupps... Zwei Tage später befand ich mich in einem großen Haus mit eingezäuntem Garten und fünf anderen Samtpfoten, die alles andere als begeistert zu sein schienen. Da habe ich dann meinen ganzen Charme spielen lassen und alle um die Pfoten gewickelt, Zwei- wie Vierbeiner. Heute bin ich die Herrin in dem Haus, auch wenn ich meinen Opa leider nicht mehr gefunden habe, aber das Haus ist super, suchen kann ich später ja immer noch, wenn ich will. Die Zweibeiner erklärten mir, dass ich nicht mehr suchen solle, weil der Opa im Himmel sei, den Ort kenne ich leider nicht, scheint auch ganz weit weg zu sein, also bleibe ich jetzt da, wo ich bin. Habe außerdem noch eine Kumpeline vom Hof getroffen (heißt hier Sternchen). Mit der kann ich soo schön raufen.
